Schlagwort: Literatur
-

Der evolutionäre Materialismus, der Bildungsroman und das Sterben einer Welt. – Judith Schalanskys „Der Hals der Giraffe“
Der Roman ist zwar schon ein paar Tage alt, aber wie das halt so ist mit altem Wein in neuen Schläuchen: schmeckt halt trotzdem. Selbst wenn das Wortspiel leicht schief ist.
-

Soll man Bataille canceln? Oder: Ist „Die Geschichte des Auges“ porno oder Porno?
Georges Bataille ist ein Kult-Autor – und ein übler Pornograph. Könnte man zumindest meinen. Ob das so ist? Schauen wir mal nach. Triggerwarnung: Es ist wirklich schmutzig, bedenklich und vielleicht sogar cancel-würdig.
-

Rezension zu Mascha Unterlehberg: „Wenn wir lächeln“
Mascha Unterlehbergs Debütroman „Wenn wir lächeln“ ist kein Literatur gewordener Happy Place. Doch es gibt Happy Places in ihm – und die werden in schmerzhafter Schönheit evoziert. Ein beeindruckender Roman. Ein todtrauriger Roman.
-

Wem gehört die Stadt? Oder: Sind Wandern, Flanieren und Umherschweifen gängige Mittel der Aneignung?
Wem gehört die Stadt? Diese Frage wird hier nicht geklärt. Vielleicht aber, was getan werden kann, um sie in den Griff zu bekommen. Auch: eine Typologie des urbanen, aufrechten Gangs.
-

Jeff Bezos Hochzeit als Literatur?
Warum sollten wie Jeff Bezos als Literaturfreunde für seinen Hochzeitszirkus dankbar sein? Und: sollten wir das wirklich?
-

Maximal Unangenehm: Christian Kracht „1979″
Geschichte wiederholt sich nicht, doch sie holt sich ein: als Farce. Was Christian Krachts „1979“ von 2001 uns heute (noch? / wieder? / erst?) sagen kann. – Ein Roman, der mehr ist als Splatter und Porno. Oder doch nicht?
-

Treffen sich Günter Grass und Maxim Biller: „Was gesagt werden muss.“
Günter Grass und Maxim Biller erscheinen wie zwei Pole eines Diskurses. Auf der einen Seite der Dichter, „gealtert und mit letzter Tinte“, was so ungemein schlüpfrig klingt, dass Herta Müller mit ihrem Vorwurf, es stecke „kein einziger literarischer Satz“ in dem Text, doch auch nur so halb recht haben kann. Auf der anderen Seite der…
-

LIQUID CENTER: „Wir kommen“. Oder: Wie viele Erzähler braucht ein Roman?
Was passiert, wenn 18 Autor*innen einen Stille-Post-Roman schreiben? Spoiler: Ein stiller Post-Roman wird es nicht. Aber immerhin schafft er bessere Kalauer. Das heißt: Er spart sie sich überhaupt und wird stattdessen ein ziemlich geiles Stück Literatur.
-

Die schreckliche Wahrheit von Goethes „Erlkönig“
Goethes Erlkönig ist die Auflösung eines Verbrechens, das hinter verschlossenen Türen begangen wurde. Da ist vieles im Argen – und vieles sogar schrecklich offenbar.
