Mascha Unterlehbergs Debütroman „Wenn wir lächeln“ ist kein Literatur gewordener Happy Place. Doch es gibt Happy Places in ihm – und die werden in schmerzhafter Schönheit evoziert. Ein beeindruckender Roman. Ein todtrauriger Roman.
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Wem gehört die Stadt? Oder: Sind Wandern, Flanieren und Umherschweifen gängige Mittel der Aneignung?
Wem gehört die Stadt? Diese Frage wird hier nicht geklärt. Vielleicht aber, was getan werden kann, um sie in den Griff zu bekommen. Auch: eine Typologie des urbanen, aufrechten Gangs.
Jeff Bezos Hochzeit als Literatur?
Warum sollten wie Jeff Bezos als Literaturfreunde für seinen Hochzeitszirkus dankbar sein? Und: sollten wir das wirklich?
Maximal Unangenehm: Christian Kracht „1979″
Geschichte wiederholt sich nicht, doch sie holt sich ein: als Farce. Was Christian Krachts „1979“ von 2001 uns heute (noch? / wieder? / erst?) sagen kann. – Ein Roman, der mehr ist als Splatter und Porno. Oder doch nicht?
Treffen sich Günter Grass und Maxim Biller: „Was gesagt werden muss.“
Günter Grass und Maxim Biller erscheinen wie zwei Pole eines Diskurses. Auf der einen Seite der Dichter, „gealtert und mit letzter Tinte“, was so ungemein schlüpfrig klingt, dass Herta Müller mit ihrem Vorwurf, es stecke „kein einziger literarischer Satz“ in dem Text, doch auch nur so halb recht haben kann. Auf der anderen Seite der„Treffen sich Günter Grass und Maxim Biller: „Was gesagt werden muss.““ weiterlesen
LIQUID CENTER: „Wir kommen“. Oder: Wie viele Erzähler braucht ein Roman?
Was passiert, wenn 18 Autor*innen einen Stille-Post-Roman schreiben? Spoiler: Ein stiller Post-Roman wird es nicht. Aber immerhin schafft er bessere Kalauer. Das heißt: Er spart sie sich überhaupt und wird stattdessen ein ziemlich geiles Stück Literatur.
Die schreckliche Wahrheit von Goethes „Erlkönig“
Goethes Erlkönig ist die Auflösung eines Verbrechens, das hinter verschlossenen Türen begangen wurde. Da ist vieles im Argen – und vieles sogar schrecklich offenbar.
Gender-Trouble in Der gute Mensch von Sezuan.
Der gute Mensch von Sezuan von Bertolt Brecht gibt eine klassische Travestie-Story. Das hat durchaus mit dem Merchant of Venice zu tun. Was man vom folgenden Text allerdings nicht behaupten kann.
„An act of creation“. Rezension zu:„Native Son“ von Richard Wright.
Native Son von Richard Wright ist ein veritabler Klassiker. Als E-Book sehr einfach zu erreichen – und sehr schwierig zu lesen. Und das liegt nicht daran, dass Native Son sprachlich so anspruchsvoll wäre. Der Roman ist hart, gewaltätig und unangenehm. Native Son appelliert an das Verdrängte in uns.
Relektüre eines Klassikers. Rezension zu Arno Holz & Johannes Schlaf: Papa Hamlet
Papa Hamlet ist ein Text, der eigentlich zu früh erschienen ist. Mittlerweile ist das aber ziemlich egal. Klassiker ist Klassiker. Und dieser hier hat eine Relektüre unbedingt verdient. Eine Rezension zu einem bestenfalls noch unbekannten Text.