Maximal Unangenehm: Christian Kracht „1979″

Geschichte wiederholt sich nicht, doch sie holt sich ein: als Farce. Was Christian Krachts „1979“ von 2001 uns heute (noch? / wieder? / erst?) sagen kann. – Ein Roman, der mehr ist als Splatter und Porno. Oder doch nicht?

Treffen sich Günter Grass und Maxim Biller: „Was gesagt werden muss.“

Günter Grass und Maxim Biller erscheinen wie zwei Pole eines Diskurses. Auf der einen Seite der Dichter, „gealtert und mit letzter Tinte“, was so ungemein schlüpfrig klingt, dass Herta Müller mit ihrem Vorwurf, es stecke „kein einziger literarischer Satz“ in dem Text, doch auch nur so halb recht haben kann. Auf der anderen Seite der„Treffen sich Günter Grass und Maxim Biller: „Was gesagt werden muss.““ weiterlesen

LIQUID CENTER: „Wir kommen“. Oder: Wie viele Erzähler braucht ein Roman?

Was passiert, wenn 18 Autor*innen einen Stille-Post-Roman schreiben? Spoiler: Ein stiller Post-Roman wird es nicht. Aber immerhin schafft er bessere Kalauer. Das heißt: Er spart sie sich überhaupt und wird stattdessen ein ziemlich geiles Stück Literatur.

Von Hohlwelten und Querdenkern. Clemens J. Setz: Monde vor der Landung

Monde vor der Landung ist ein Roman über Peter Bender. Und Peter Bender glaubte, wir würden im Inneren eines hohlen Globus leben. Dass er dennoch mehr war als ein langweiliger Irrer, zeigt Clemens Setz. Ein Roman zwischen Biographie und Fiktion und unbedingt lesenswert.

„An act of creation“. Rezension zu:„Native Son“ von Richard Wright.

Native Son von Richard Wright ist ein veritabler Klassiker. Als E-Book sehr einfach zu erreichen – und sehr schwierig zu lesen. Und das liegt nicht daran, dass Native Son sprachlich so anspruchsvoll wäre. Der Roman ist hart, gewaltätig und unangenehm. Native Son appelliert an das Verdrängte in uns.

Relektüre eines Klassikers. Rezension zu Arno Holz & Johannes Schlaf: Papa Hamlet

Papa Hamlet ist ein Text, der eigentlich zu früh erschienen ist. Mittlerweile ist das aber ziemlich egal. Klassiker ist Klassiker. Und dieser hier hat eine Relektüre unbedingt verdient. Eine Rezension zu einem bestenfalls noch unbekannten Text.

Durch Gewalt zum Ich. Ruth-Maria Thomas‘ Die schönste Version

Eine Sexualsozialisation, die gehörig schief geht, denken die einen. Ziemlich genau das, was rund um Y2K Usus war, denken andere. Beide haben Recht – und genau das ist das Problem, an dem der Roman sich gekonnt abarbeitet. Eine dicke Empfehlung für einen großen Wurf.