Treffen sich Günter Grass und Maxim Biller: „Was gesagt werden muss.“

Günter Grass und Maxim Biller erscheinen wie zwei Pole eines Diskurses. Auf der einen Seite der Dichter, „gealtert und mit letzter Tinte“, was so ungemein schlüpfrig klingt, dass Herta Müller mit ihrem Vorwurf, es stecke „kein einziger literarischer Satz“ in dem Text, doch auch nur so halb recht haben kann. Auf der anderen Seite der„Treffen sich Günter Grass und Maxim Biller: „Was gesagt werden muss.““ weiterlesen

Von Hohlwelten und Querdenkern. Clemens J. Setz: Monde vor der Landung

Monde vor der Landung ist ein Roman über Peter Bender. Und Peter Bender glaubte, wir würden im Inneren eines hohlen Globus leben. Dass er dennoch mehr war als ein langweiliger Irrer, zeigt Clemens Setz. Ein Roman zwischen Biographie und Fiktion und unbedingt lesenswert.

Durch Gewalt zum Ich. Ruth-Maria Thomas‘ Die schönste Version

Eine Sexualsozialisation, die gehörig schief geht, denken die einen. Ziemlich genau das, was rund um Y2K Usus war, denken andere. Beide haben Recht – und genau das ist das Problem, an dem der Roman sich gekonnt abarbeitet. Eine dicke Empfehlung für einen großen Wurf.

Kafkas Urteil: Wer ist der Freund?

Der ferne Freund in Petersburg in Kafkas Urteil: Wer ist das?. Ein fremder Vollbart versteckt nur schlecht das seit Kindesjahren bekannte Gesicht. Wie sollte man so jemandem helfen? Wer ist der Freund? Der Freund sei das, was der Vater und Georg gemeinsam hätten. Ja, er sei sogar eher das, was sie gemein hätten, als dass er eine„Kafkas Urteil: Wer ist der Freund?“ weiterlesen