Broken-Windows-Theory. Eine Erzählung für die Großstadt von morgen?

Wir leben doch alle irgendwie in Städten. Noch gibt es Ausnahmen, doch die sind deutlich auf dem absteigenden Ast. Der Kosmopolitismus steigt – und damit ein urbaner Provinzialismus, eine neue Dörflichkeit ab 1.000.000 Einwohner*innen aufwärts. Die passende Erzählung dazu? Die Broken-Windows-Theory.

Der Bücherschrankfund: „I, Robot“. Hoffnungslos outdated – oder?

Eine Eutopie? Eine Dystopie? Wer projiziert, wer hat Recht? Isaac Asimovs „I, Robot“ ist ein miso- und europhober Text über eine Welt jenseits von heute. Reinschauen lohnt sich in jedem Fall.

Der evolutionäre Materialismus, der Bildungsroman und das Sterben einer Welt. – Judith Schalanskys „Der Hals der Giraffe“

Der Roman ist zwar schon ein paar Tage alt, aber wie das halt so ist mit altem Wein in neuen Schläuchen: schmeckt halt trotzdem. Selbst wenn das Wortspiel leicht schief ist.

Soll man Bataille canceln? Oder: Ist „Die Geschichte des Auges“ porno oder Porno?

Georges Bataille ist ein Kult-Autor – und ein übler Pornograph. Könnte man zumindest meinen. Ob das so ist? Schauen wir mal nach. Triggerwarnung: Es ist wirklich schmutzig, bedenklich und vielleicht sogar cancel-würdig.

Verschwende deine Jugend doch einfach in Düsseldorf. – Oder: Die Erfindung von Punk und Electro. Nach Jürgen Treipel.

Was haben Punk und Techno eigentlich gemein? Nicht viel, sagt der eine, nur das eine, sagt der andere: Beides stammt aus Düsseldorf.

Rainald Goetz. Oder: Einer, der weiß, wie Öffentlichkeit funktioniert?

Da hat sich Rainald Goetz aber schlagartig noch unbeliebter gemacht. Oder hat er sich nur ins Gespräcn gebracht? – Fest steht: Sein Post sagt mehr über ihn als über Frauke Brosius-Gersdorf.

Rezension zu Mascha Unterlehberg: „Wenn wir lächeln“

Mascha Unterlehbergs Debütroman „Wenn wir lächeln“ ist kein Literatur gewordener Happy Place. Doch es gibt Happy Places in ihm – und die werden in schmerzhafter Schönheit evoziert. Ein beeindruckender Roman. Ein todtrauriger Roman.

Wem gehört die Stadt? Oder: Sind Wandern, Flanieren und Umherschweifen gängige Mittel der Aneignung?

Wem gehört die Stadt? Diese Frage wird hier nicht geklärt. Vielleicht aber, was getan werden kann, um sie in den Griff zu bekommen. Auch: eine Typologie des urbanen, aufrechten Gangs.