Ab dem Nachmittag mehren sich in der Tokioter U-Bahn Menschen, die einschlafen. Tiefer Friede in der Yamanote-Line, 15 Uhr. Doch es ist nur der Auftakt. Drei Stunden später herrscht Rush-Hour – und auch wenn ich in Shibuya keine Reinpresser gesehen habe, so lag das womöglich daran, dass die Fahrgäste das schon selbst übernehmen. Es war mir nicht bewusst, doch es gibt ein Drängeln allein mit dem Körper, ohne Beteiligung des Gesichts. Drängeln und gedrängeltwerden bei völliger Abwesenheit einer emotionalen Reaktion. Man könnte sagen: Hier offenbaren sich Honne und Tatemae.
Was Honne und Tatemae sind, klären wir weiter unten. Entscheidend ist, dass in Japan scheinbar alles mit Arbeit zu tun hat, an Arbeit erinnert oder Arbeit ist. Arbeit ist ein Wert an sich zwischen Hokkaido und Okinawa. Auch darin ist Japan Deutschland ähnlich (– und der Volksrepublik China).
Doch die japanische Kultur hat gleichzeitig eine ganze Reihe an Begriffen, die das ideologische Grundgerüst der Arbeitswelt formen und akzentuieren. Perfekt nach dem Tag der Arbeit. Es folgt: ein klassischer Textwandel. Zehn Begriffe aus der japanischen Arbeitswelt. Aufgeteilt auf zwei Teile. – Kanpai!

Honne und Tatemae: die beiden Gesichter Japans
Honne und Tatemae bezeichnen die geradezu sprichtwörtliche Doppelgesichtigkeit japanisch-öffentlichen Verhaltens. Tatemae dabei die Maske, die man in der Öffentlichkeit trägt. Tatemae bedeutet soviel wie Maskerade – sie ist der Gesichtsausdruck des man. Kein authentisches Gefühl, sondern vielmehr Ausdruck dessen, was gefühlt werden soll.
Wenn die Rush-Hour über die Tokioter U-Bahn hereinbricht, zeigt sich Tatemae auf besondere Art. Menschen treten sich gegenseitig auf die Füße, rempeln, schubsen, drücken. Doch blickt man in die Gesichter, sieht man: nichts. Keine Regung, nicht einmal genervt wirken die getretenen und tretenden Menschen.
Doch worum geht es dabei eigentlich? Was ist das Ziel? Und ist das noch Höflichkeit – oder bereits Selbstverleugnung?
Zunächst einmal sind Honne und Tatemae gar nicht exklusiv japanisch. Die sprichwörtliche gute Miene zum bösen Spiel ist nichts anderes als Tatemae. Auch die Briten kennen mit der stiff upperlip eine Art Tatemae. Tatemae ist eine Form der Höflichkeit: niemand soll beschämt werden. Und doch geht Tatemae über reine Höflichkeit hinaus.
Höflichkeit und Verbindlichkeit sind keine notwendigen Widersprüche. Tatemae hingegen ist reine Unverbindlichkeit. Im richtigen Kontext kann Ja Nein bedeuten.
Der Kellner, der fragt, ob’s geschmeckt hat, ist nicht wirklich an einer Antwort interessiert. Höflich wäre es, so es gräßlich war, ausweichend zu antworten: es war „mal was anderes“ oder „joa, okay“. Tatemae fordert aber ein „es war sehr gut“. – Und dabei ist völlig egal, wie es wirklich war. Du sagst, dass es sehr gut war, wenn es gut, sehr gut, oder absolut gräßlich war. Was es war, ist Honne, was du sagen sollst, ist Tatemae.
In einer hochgradig urbanisierten Gesellschaft ist diese vervollkommnete Umgangsform vielleicht notwendig. Stadtluft macht frei – zumindest von der eigenen Befindlichkeit. Es geht ja auch keinen was an, wie ich mich fühle. Bis es halt nicht mehr geht.
Man kann Honne und Tatemae idealisieren. Konfuzianisch verbrämt sind beide Seiten Teile der Wahrheit – und das ist nicht mehr nur dualistisch sondern dialektisch gedacht. Ob die blinden Butzenscheiben des öffentlichen Gesichtes sich allerdings ohne hohe Kosten aufrechterhalten lassen, darf bezweifelt werden.
Honne und Tatemae sind nicht nur Begriffe aus der Arbeitswelt, laufen in ihr aber zu Topform auf. Besonders deutlich zeigt sich das im Konzept des Nemawashi. Mehr dazu gibt es im zweiten Teil von Arbeit abroad: Japanische Begriffe aus der Werkwelt.

Nomikai: Saufen für’s Betriebsziel
Die Erfahrung in der Tokioter U-Bahn kann aber auch anders laufen. Wer die Rush-Hour verpasst, wird ab etwa 21 Uhr in Shinjuku und Shibuya in den Genuss freundlich wirkender Anzugträger kommen, die – man kann es nicht anders sagen – schwatzend die Bahn entern. Der Duft von Strong Zero verbreitet sich, Menschen, die keine Gaijins sind, sprechen in der Bahn, manch einer berührt gar seinen Nebenmann sanft am Arm. – Doch das Erstaunlichste: es wird gelacht. Öffentlich! Honne hat Gewalt über die Männer erlangt. Oder anders ausgedrückt: die Herren kommen offensichtlich vom Nomikai.
Nomikai hat Tradition in Japan. Es meint das gesellige Trinken, besonders unter Arbeitskollegen. Nomikai ist das, wofür die japanische Happyhour erfunden wurde: Druckbetankung im Anzug. Da sitzen sie, die Krawatten kaum gelocktert, Kanpai! – und ab geht er. Für wenige Stunden tritt eine Art Gelöstheit auf. Nomikai ist eigentlich ganz schön, oder?
Naja, einige meinen, Nomikai sei ein notwendiges Ventil. Gewissermaßen die Sollbruchstelle, an der Honne hin und wieder zutage treten darf. Es geht dabei nicht nur ums Trinken, sondern vor allem um Kommunikation. Aber natürlich holt sich das Trinken irgendwann seinen Tribut und bald geht es eben doch ums Trinken und weniger um die Kommunikation. Die Zahl funktionaler Alkoholiker in Japan ist Legion.
Und so nimmt die Popularität des Nomikais unter Japaner*innen auch immer weiter ab. Ein Katalysator dieser Entwicklung scheint Corona gewesen zu sein. 2021 überschritt die Zahl der Menschen, die Nomikai für unnötig hielten, die Grenze zur absoulten Mehrheit. Und zwar mit Pauken und Trompeten: ganze 61,9 Prozent gaben an, sie bräuchten Nomikai nicht. Noch 2020 glaubten 54,3 Prozent, Sumikai sei wichtig– aus welchen Gründen auch immer.
Besonders ausgerpägt ist der Widerwille gegenüber Nomikai bei Frauen. Fast 70 Prozent aller Frauen leugnete die Notwendigkeit Nomikais, Männer taten dies zu 56 Prozent.
Interessant ist aber folgendes: sowohl die Gruppe der Jungen als auch die Gruppe der über-60-Jährigen äußersten zu 60 Prozent Widerwillen. Leute zwischen 30 und 50 taten dies nur zu 40 Prozent.
Dass die Alten den Sinn nicht mehr sehen, die Karriereplanung durchs Besäufnis mit dem Chef voranzutreiben, kann ich verstehen. Aber sollen unsere lieben Zoomer nichts wenigstens karrieregeil durstig sein?
Nun, sie sind es augenscheinlich nicht – und haben dafür auch gute Gründe. Der Kommunikationswissenschaftler Shugo Hotta hat eine Umfrage zum Thema durchgeführt: Warum wollen junge Menschen nicht mehr zu Nomikais? Tatsächlich war der Unterschied zwischen jungen und alten Menschen gar nicht so groß. Wichtiger scheint der Unterschied zwischen Frauen und Männern.
Hotta meint, Männer würden weniger zwischen Arbeit und Privatsphäre trennen als Frauen. Das mag auch daran liegen, dass die Privatsphäre für Männer seltener eine zweite Arbeitsphäre ist. Für doppelbelastete Frauen hört die Arbeit Zuhause oft nicht auf. Nomikai ist damit Arbeitszeit, die zu Lasten der anderen Arbeitszeit geht. Und dann sind Nomikais auch nicht unbedingt angenehm.
Tatsächlich erleben Männer bei Nomikais auch unangenehme Dinge, oft gehorchen diese aber den toxischen Mechanismen der Arbeitswelt. So klagen sie vor allem darüber, von Vorgesetzten niedergemacht zu werden. Was ein typischer Fall von Pawahara ist. Ebenfalls einschneidend: Sechzehn Prozent gaben an, bei Nomikai von Vorgesetzten zum Trinken gezwungen zu werden.
Frauen hingegen klagen, leider wenig überraschend, über sexuelle Belästigung. Über 16 Prozent der Befragten gaben an, sexuelle Belästigung beim Nomikai erlebt zu haben. Ja, Nomikai kann, wie viele sagen, ein Kanal zur Seele des Gegenüber seins. Wenn dabei aber ein Sextäter zum Vorschein kommt, ist eine strikte Dienst-ist-Dienst-und-Schnaps-ist-Schnaps-Linie schwer empfehlenswert. Auch ohne Schnaps.
Nomikai ist insgesamt auf dem absteigenden Ast, wie viele der hier besprochenen Phänomene. Klar, die Workaholics zwischen 30 und 50 halten daran fest. Die Frage: Warum?
Vielleicht, weil es genau dieses Alter ist, in dem Kinder noch Zuhause wohnen? Nomikai wird so zur astreinen Ausrede für Papa, nach der Arbeit noch einen heben zu gehen. Das ist ja kein Saufen, Schatz, das ist Arbeitszeit. Vieleicht will Papa auch deswegen nicht so stark zwischen Arbeit und Privatsphäre trennen – denn das hieße, Zuhause nicht nur Feierabend zu haben. Aber wer weiß.

Senpai–Kohai: asymmetrische Freunde fürs Leben
Grundsätzlich ist die Idee des Nomikais sogar ganz nett. In einer idealen Welt kommen hier Senpais und Kohais zusammen, erkennen sich – und können eine Arbeitsbeziehung etablieren, die sämtliche Rezessionen, Angriffe auf Taiwan und Zollzumutungen übersteht. Überhaupt ist das Verhältnis von Alten und Jungen in Japan ein signifikantes Schlachtfeld öffentlicher Diskussionen.
Dass alte Menschen respektiert werden müssen, verdankt sich nicht zuletzt dem Konfuzianismus. Oftmals nimmt die Beziehung zwischen Alt und Jung die Form des Senpai-Kohai an. Der Senpai ist dabei der ältere Mentor, der Kohai der jüngere Schüler.
Tatsächlich muss diese Hierarchie nicht unbedingt ans Lebensalter gekoppelt sein, ist es de facto aber oft. Die Beziehung zwischen Senpai und Kohai findet nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in Schulen oder Sportclubs ihren Ort. Theoretisch geht es darum, dass eine erfahrene Person eine unerfahrene Person anleitet und ihr Halt gibt.
Der Gedanke dahinter ist, dass es sich hier um eine klare Hierarchie handelt, die einerseits die Weisungsbefugnis stärkt, andererseits aber auch interne Konkurrenz verhindert. Senpai und Kohai stehen niemals in Konlurrenz zueinander – der Senpai ist der Ansprechpartner für Dritte. Und er ist der, der Ungemach von seinem Kohai abhält.
So alt der Gedanke dahinter ist, so flexibel ist das System. In vielen Firmen wird das Prinzip längst nicht mehr so hochgehalten, wie es früher der Fall war. Das bedeutet nicht, dass es außer Kraft wäre. Allerdings mehren sich die Stimmen, die das System ambivalent bis kritisch sehen.
Das Senpai-Kohai-Prinzip wird von vielen als Relikt der Zeit gesehen, in der Shushin-Koyo – das Prinzip lebenslanger Beschäftigung – noch in Kraft war. Unternehmen ließen sich Zeit mit der internen Ausbildung, wozu es starker Bande zwischen erfahrenenn und unerfahrenen Kräften bedurfte.
Das Prinzip birgt in sich allerdings auch Gefahren des Machtmissbrauchs, Pawahara und kann kontraproduktiv sein. Nur weil jemand seit einem Vierteljahrhundert in einem Unternehmen arbeitet, muss er nicht unbedingt fähiger sein als jemand, der neu dazu kommt. Natürlich ist der Wert von Erfahrung nicht kleinzureden, aber er ist kein Automatismus: es gibt die Deformation professionelle, die Betriebsblindheit, vielleicht auch die Erstarrung in Redundanz.
Außerdem, so sagen Kritiker, unterbindet die Senpai-Kohai-Dynamik den Antrieb, hervorzustechen. So ist eine herausragende Leistung für einen Kohai ein zweischneidiges Schwert. Dass er sich beim Senpai zu bedanken hat, ist vielleicht noch unproblematich, dass er seinen Senpai aber durch gute Leistungen beschämen kann und dafür sorgt dass dieser sein Gesicht verliert, ist ein Fehler in der Matrix. Selbstzensur, Tatemae, Senpei und Kohai. Es ist alles miteinander verbunden.
Und doch kann diese Beziehung auch als Versuch gelesen werden, dem Chaos da draußen etwas entgegenzusetzen. Ein wohlwollender Senpai und ein gelehriger Kohai können natürlich zum Wohle des Geschäfts, ihrer Selbst, vielleicht gar der Gesellschaft sein.

Pawahara: die Königsdisziplin
Kritiker des Senpai-Kohai-Systems sehen darin den ersten Schritt zum Pawahara. Pawahara ist die Kurzform von Pawa Harasumento (power harassment). Pawahara ist keine japanische Spezialität, natürlich nicht.
Der Begriff Pawahara stammt von Yasuko Okada. Darunter zu verstehen ist „the use of authority or other power to continuously violate a worker’s personality or dignity beyond the appropriate scope of their duties, resulting in a worsening of the working environment or employment insecurity for the worker“. Pawahara kann zum Beispiel sein, beim Nomikai zum Trinken gezwungen zu werden. Doch Pawahara nimmt gerne deutlich krassere Züge an.
Seit 2020 ist Pawahara insofern gesetzlich geregelt, als dass große Arbeitgeber Beschwerden nachgehen müssen, wobei Arbeitnehmer*innen keine Nachteile aus einer Beschwerde erwachsen dürfen. In der Realität ist das nicht so einfach, auch, weil Opfern häufig wenig geglaubt wird.
Philip Hsiao hat herausgearbeitet, dass das Japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt sechs Kategorien identifiziert hat, was unter Pawahara zu verstehen sei:
- Physische Angriffe
- Emotionale Angriffe
- Isolation
- Überzogene Aufträge
- Entwürdigende Aufträge
- Einmischung in Privatangelegenheiten
Dass physische Angriffe sich als Pawahara qualifizieren, ist derweil unstrittig. So gab es Fälle, wo Untergebene getreten und geschlagen wurden. Und auch emotionale Angriffe, öffentliches Runtermachen oder Beleidigung sind Mobbing-Fälle, die ziemlich eindeutig sind.
Subtiler – und augenscheinlich sehr viel normaler – sind aber Versuche, Arbeitnehmer zu isolieren. Das kann schon sein, wenn jemand nicht zum Nomikai eingeladen wird. In krassen Fällen wird die gesamte Kommunikation unterbunden, jemand wird aus der Firma geekelt. Das ist ein dunkles Kapitel der japanischen Arbeitswerlt, aber kein exotisches. Das Silent Treatment ist tatsächlich ziemlich verbreitet. Nicht nur in Japan, versteht sich.
Und auch entwürdigene und überzogene Arbeitsanweisungen sind keine japanische Spezialität, kommen dort aber häufig vor. Ob das nun der Angestellt ist, der den Wagen des Chefs waschen muss, oder die Angestellte, die mit sovielen Aufträgen überhäuft wird, dass es keinen Feierabend mehr gibt – die Möglichkeiten des Pawahara sind hier unbegrenzt und nur in seltenen Fälle eindeutig justiziabel.
Auch wenn es also gesetzlich verboten ist, ist ein Aufbegehren in traditionell orientierten Betrieben schwer möglich. Da, wo Senpai-Kohai noch voll im Gange ist, ist Pawahara normal. Dem kommt entgegen, dass Arbeit einen hohen Stellenwert hat. Sie abzlehnen, ist eigentlich unmöglich.
Und natürlich sind auch hier wieder Frauen überproportional betroffen. Insbesindere die unerwünschte Einmischung ist eine Form des Pawahara, die vor allem Frauen erleben. Sie sollten heiraten, sich um ihre Kinder kümmern, doch bitte nicht immer rauchen, das verderbe sie schließlich als Frau. Von solchen Erfahrungen berichten angestellte Frauen. Und seksuhara – sexual harassment – ist damit noch nicht einmal abgedeckt.

Shūshin koyō: der feuchte Traum des abhängig Beschäftigten
Shūshin koyō ist, wie viele der hier besprochenen Begriffe, zum Klischee geronnen. Grundsätzlich versteht man darunter die lebenslange Beschäftigung – einige scheinen zu glauben, dass das die Normalität in Japans Unternehmen war. Tatsächlich ist das nicht so und war eigentlich auch nie so ganz der Fall.
Shūshin Koyo kam so richtig erst in den 1930ern auf und endete bereits ab den 1980er Jahren. Ein halbes Jahrhundert also: die lebenslange Beschäftigung hat es nicht einmal auf die Länge eines Lebens gebracht. Insbeonsdere nicht in Japan, wo die Lebenserwartung weltweit am höchsten ist.
Nur die wenigsten japanischen Arbeitnehmer sind wirklich im Besitz einer lebenslange Stelle. Das heißt aber nicht, dass es Shūshin koyō überhaupt nicht gegeben hätte. Es gab es schon. Nur warum?
Das Gehemnis dahinter ist, dass die japanischen Betriebe in den 1930er Ingenieure brauchten, aber von denen gab es gar nicht so schrecklich viele. Toyota, Mitsubishi und Honda und Co. standen in so scharfer Konkurrenz zueinander, dass sie potenziellen Arbeitnehmerns etwas bieten mussten: und was ist ein besseres Angebot als eine Lohn-Flatrate?
Shūshin koyō ist stark mit dem Senpai-Kohai-Prinzip verwandt. In einer idealen Welt führt diese Gemengelage dazu, dass neue Kräfte in aller Ruhe angelernt werden, die Firma bald in- und auswendig kennen und niemals auch nur den Gedanken haben, ihre Arbeitskraft einer anderen Firma zur Verfügung zu stellen.
Doch natürlich wurde dieses System irgendwann unrpofitabel. Spätestens mit dem Zusammenbruch der japanaischen Börse in den 1990er Jahren. Natürlich konnten die lifetime-Contracts nicht einfach aufgelöst werden. Was daraus folgte, was so ungefähr das, was wir aus deutschen Behörden kennen: eine Zweiklassen-Arbeitnehmerschaft: auf der einen Seite die ohne Sorgen, auf der anderen Seite die, die man wieder rauschmeissen kann. Beamte und Sachbearbeiter, Senpai und Kohai, Bevorzugte und Entbehrliche.
Den zweiten Teil „Von Ikigai bis Karōshi“ lest ihr kommenden Sonntag hier auf Textwandel.org

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