– Wie wird sich später einmal Goethe ausnehmen! wie unsicher, wie schwimmend! Und sein „Faust“ — welches zufällige und zeitliche, und wenig nothwendige und dauerhafte Problem! Eine Entartung des Erkennenden, ein Kranker, nichts mehr! Keineswegs die Tragödie des Erkennenden selber! Nicht einmal die des „freien Geistes“.
KSA
Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Tradition, jedenfalls aber ein guter Punkt. Denn bei Gelegenheit mag es sich einmal lohnen, den alten Faust hervorzukramen und nochmals in ihn reinzuschnuppern. Das ist alles – zumindest nach Gretchens Abdriften ins Semiotische – recht rätselhaft und die Klammer durch das „Verweile doch…“ ist auch nur irgendwie halb geschlossen und da dachte der greise Weimeraner sich vielleicht auch noch, er würde der Nachwelt ein großes Rätsel aufgeben und gab’s. Aber ob das jetzt wirklich gut ist?
Ist der Faust am Ende gar keine ideale Oper? Fand Goethe Heine, auf dessen Antwort auf die joviale Frage, was er denn gerade schriebe, (einen Faust!) hin, nur deshalb so scheiße, weil der Alte merkte, dass der Junge Recht hatte?
Ist der Faust am Ende gar nicht so sehr die 32. Sonate, sondern eher… Aber was?
Aber vielleicht ist das ja gar nicht so wichtig. Immerhin entstammt dem Faust sowas hier: Mephisto Walzer 1.
Wobei… Das verdankt sich natürlich Lenau. Schade, JoWo.