Dieser, dieses Blog, ein weiterer, weiteres Literaturblog, tritt an, etwas Neues zu sagen, zu schreiben, zu verkünden.
Doch was kann es sein, dieses Neue? Das Unbetretene, Ungedachte, Unausgefühlte? Nein, dafür steht jeder Mensch (einschließlich meiner Wenig-, Nichtig- oder Einsamkeit) viel zu sehr im Brennpunkt der Menschheit, als dass ein Gedanke, der gedacht wird, nicht schon vorgedacht und ausgedacht worden wäre. Von irgendwem, irgendwann. Gedanken können nur noch nach-gedacht werden.
Was also das Neue? Das Neue kann nur ein einer einzigartigen Kompilation bestehen, einer Nähe und Familienbildung, die es so nur hier, nicht bei der Konkurrenz, gibt.
Ein Qualitätsurteil das? So sicherlich wie schwerlich. Denn was ist schon Qualität in eienr Welt, die (stramm glücklicherweise) ihres Wesens, des Wesens, der Wesenhaftigkeit überhaupt beraubt worden ist. So hat alles Qualität, alles ist individuell. Gut und schlecht? Das sind die Parameter einer im Untergang befindlichen Denkweise, Prästrukturalismus: geistesgeschichtlicher Faschismus.
Geht’s auch ’ne Spur langsamer?
Ja, Spur, das ist das Stichwort. Schreiben (und damit Tippen) hinterlässt eine Spur – im Laufe dieses Blogs werden wir darauf zurückkommen. Schreiben ist eine Spur: nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eine Spur ist anschlussfähig und sei es nur versuchsweise. Das will ich durchexerzieren. Hier und überall.
Klingt nach Poststrukturalismus! Ist es vielleicht auch – aber auf eine dilletantische Weise, eine Weise, die festgelegte Methoden nur deshalb negiert, weil ihr Konzentration und Intelligenz fehlen,
Klingt nach 21. Jahrhundert?! Vielleicht ist es einfach nur das. Punkt.
Nach dem Wort Punkt einen Punkt zu setzen, macht das Sinn? Setzt das nicht ein Ende an ein Ende und hebt damit das erste Ende auf? Ist aber nicht auch dieser Absatz das Ende nach dem Ende, ein PS, ein Paradox, eine Idiotie?